Weil die Kunden im Internet die Möglichkeit haben, Preise für Produkte und Dienstleistungen schnell und einfach zu vergleichen, hat sich der Wettbewerb in vielen Branchen deutlich verschärft. Höhere Preise für dasselbe Produkt können Händler nur noch durchsetzen, wenn entsprechende Services als Zusatzleistungen geboten werden. Die ständig steigende Bedeutung von Preissuchmaschinen und Vergleichsportalen führte allerdings auch dazu, dass Anbieter neue Strategien entwickelten, um in den Rankings weit oben gelistet zu werden.
Vorsicht bei dubiosen Informationsquellen!
Häufig werden die Trefferlisten der Preissuchmaschinen mit Zusatzinformationen versehen, die Rückschlüsse auf die Qualität eines Produkts bzw. eines Anbieters ermöglichen sollen. Vorsicht ist in jedem Fall bei eigenen Testergebnissen des Seitenbetreibers geboten. Einige Strompreisvergleiche stehen z.B. in dem Verdacht, ihre Ergebnislisten zugunsten derjenigen Anbieter zu manipulieren, die ihnen die höchsten Vermittlungsprovisionen bieten. Auch die oft vorhandenen Kundenmeinungen spiegeln längst nicht immer die Meinung tatsächlicher Kunden wieder, sondern werden teilweise von eigens zu diesem Zweck beauftragten Agenturen im Auftrag der Anbieter verfasst. Wirklich aussagekräftig sind externe Testergebnisse, sofern diese von renommierten Institutionen oder Fachzeitschriften stammen.
Suchen Sie z.B. nach einem Preisvergleich auf decido.de, dann haben die dort veröffentlichten Testberichte immer eine Quellenangabe, oft werden z.B. Tests der Stiftung Warentest zitiert. Diese Transparenz ermöglicht es dem Kunden, die Angaben auf der Seite unabhängig zu überprüfen und darüber hinaus selbst zu entscheiden, welche Tests er für unabhängig und objektiv hält.
Garantiebedingungen beachten!
Beim Preisvergleich sollten auch die Bedingungen der Händler- und Herstellergarantie beachtet werden. Zwar ist hier vieles gesetzlich geregelt, aber rechtliche Ansprüche können sich als kaum durchsetzbar erweisen, wenn der Anbieter seinen Sitz irgendwo im Ausland hat und über keine deutschen Niederlassungen verfügt. Als problematisch können sich auch Reimporte von Produkten erweisen, die z.B. für den asiatischen Markt produziert wurden. Rechtlich ist das nicht zu beanstanden, aber häufig gelten für diese Produkte nicht die über die gesetzliche Gewährleistung hinausgehenden freiwilligen Garantieleistungen des Herstellers für den deutschen Markt.
Alle Preisbestandteile berücksichtigen!
Neben dem bei Preisvergleichen im Internet angezeigten Preis fallen häufig noch weitere Kosten an. Beim Kauf eines Produkts beschränkt sich dies meist auf die Lieferkosten, die Situation ist also relativ überschaubar. Erheblich komplizierter kann die Ermittlung der tatsächlichen Kosten bei beispielsweise bei Handy- oder Versicherungsverträgen sein. Um Preissuchmaschinen mit einem günstigen monatlichen Preis zu täuschen, wird vieles in kostenpflichtigen Zusatzoptionen, einmaligen Anschlussgebühren und sonstigen Nebenkosten versteckt.
Fazit:
Preisvergleiche im Internet werden heute für nahezu alle Waren und Dienstleistungen angeboten. Sie zu nutzen kann in vielen Fällen bares Geld